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Montag, 18. September 2017

„Dein SPIEGEL“: „Der schmutzige Planet – Das Problem mit dem Müll“



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Die aktuelle Ausgabe 10/2017 ist ab Dienstag, 19. September, im Handel erhältlich
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Alle Menschen auf der Erde verursachen zusammen jeden Tag 3,5 Millionen Tonnen Müll. Die Titelgeschichte in der aktuellen Ausgabe von „Dein SPIEGEL“ widmet sich den Problemen, die dadurch für Menschen, Tiere und Pflanzen entstehen und wie diese Herausforderung bewältigt werden kann. Dieser erste Teil der zweiteiligen Serie verschafft den jungen Leserinnen und Lesern einen allgemeinen Überblick zu dem Thema. In der folgenden Ausgabe 11/2017 geht es dann im Detail um Abfall im Meer.

Weitere Themen im Heft:
Hunger – „Wenn der Magen leer bleibt“: Es gibt auf der Welt genug Nahrung für alle Menschen und trotzdem müssen 800 Millionen Hunger leiden. „Dein SPIEGEL“ geht der Frage nach, warum das in manchen Ländern so ist und was dagegen getan werden kann.

YouTube – „Die große Schwester aus dem Internet“: „Dein SPIEGEL“ hat sich mit Lisa Sophie, eine der erfolgreichsten YouTuberinnen Deutschlands, getroffen. In ihrem Kanal „ItsColeslaw“ spricht sie über das Leben von Teenagern und bietet so mehr als Schminktipps und Modetrends.  

Interview – „Bio schmeckt besser“: Die beiden Kinderreporter Charlotte und Thomas erfahren im Gespräch mit Götz Rehm, Chef der Bio-Lebensmittel-Firma Alnatura, unter anderem, ob Bio-Essen wirklich gesünder ist und warum billig hergestellte Nahrung schlecht für die Umwelt ist.

Phantombilder – „Wer kennt diesen Mann?“: „Dein SPIEGEL“ war zu Gast bei der Polizei Hamburg und hat sich dort zeigen lassen, worauf es beim Erstellen eines möglichst genauen Phantombilds ankommt.

Quiz – „Ringen erlaubt, beißen verboten“: In jeder Sportart gelten Regeln. Anhand von zehn Quizfragen lässt sich testen, wie gut man sich mit verschieden Sportarten auskennt.

Zaubertricks – „Magie zum Nachmachen“: Der Magier Marc Weide verrät drei Zaubertricks, die sich dank der Anleitungen von „Dein SPIEGEL“ ganz leicht nachmachen lassen.  

Traumberufe - Pferdewirtin: „Dein SPIEGEL“ besucht Eva-Maria Lühr, Pferdewirtin auf einem Gestüt in Baden-Württemberg, und lässt sich von ihr erklären, was die Pflege von Pferden ausmacht und welche Besonderheiten es beim Springreiten zu beachten gilt.

„Dein SPIEGEL“ ist auch als App für Smartphones und Tablets mit iOS- oder Android-Betriebssystem erhältlich. Die digitale Ausgabe steht am Tag vor Erscheinen der Print-Ausgabe ab 18 Uhr zum Download zur Verfügung.
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Hamburg, 18. September 2017
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SPIEGEL-Verlag
Kommunikation
Guido Schmitz
Telefon: 040 3007-2163
E-Mail: guido.schmitz@spiegel.de



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Dienstag, 18. Juli 2017

„Nachhaltige Ernährung in KITA, Schule & Einrichtungen der Sozialen Arbeit“


Neues Weiterbildungsformat der Universität – Berufsbegleitendes Konzept in drei Blöcken


Im Oktober bietet die Universität Vechta erstmals das neue Weiterbildungsformat „Nachhaltige Ernährung in KITA, Schule & Einrichtungen der Sozialen Arbeit“ an. Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an ErzieherInnen, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen, die sich für Verpflegungskonzepte im Sinne einer nachhaltigen Ernährung einsetzen möchten.

Immer mehr Kinder und Jugendliche werden tagsüber in Einrichtungen außerhalb der Familie betreut und dort mit Essen versorgt. Dieser Trend zur „Gemeinschaftsverpflegung“ wird auch zukünftig weiter zunehmen, ebenso die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte in Kindergärten, Jugendzentren oder Wohngruppen für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ihrer Schützlinge. Die Weiterbildung thematisiert daher nicht nur gesunde Ernährung, sondern fokussiert auch das gemeinsame Essen als soziale Situation. Die TeilnehmerInnen lernen Handlungsmethoden für die Gestaltung der Essenssituation in Form von Ernährungsüberzeugungen und pädagogischen Ideen kennen.

Themenblöcke der Weiterbildung sind
  • Ernährung – Nahrung – Essen
  • Esskultur und Tischgesellschaft
  • Grundlagen von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Ernährung
Der Kurs findet an drei Wochenenden im Oktober und  November 2017 und Januar 2018 statt und kann nur als Komplettangebot besucht werden. Er schließt mit einer Teilnahmebescheinigung und einem Zertifikat ab.

Weitere Informationen und Anmeldung
Koordination Wissenschaftliche Weiterbildung
Telefon (0) 4441.15 166
zww@uni-vechta.de
www.uni-vechta.de/weiterbildung


Pressekontakt:
Sabrina Daubenspeck
Universität Vechta
Präsidialbüro, Marketing und Kommunikation
Fon +49 (0) 4441.15 520
Fax +49 (0) 4441.15 523
E-Mail pressestelle@uni-vechta.de


Mittwoch, 5. Juli 2017

Über die Freude – Warum Freude glücklich macht.

Warum macht Freude glücklich? Haben Sie schon mal darüber nachgedacht? Immer wenn wir uns freuen, ist es, als würde innerlich ein Licht angehen.
Freiheit, Freude, Glück, Größe, innere Größe, Licht, Mut
Fokus-Keyword: Freude


Warum macht Freude glücklich?
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht?
Immer wenn wir uns freuen, werden wir leicht und licht und wir öffnen uns der Welt. Es ist, als würde innerlich ein Licht angehen. Schauen Sie sich einen Menschen an, der sich freut. Er strahlt! Etwas in seinem Inneren öffnet sich und strahlt nach außen. Es befreit ihn und so überschreitet er seine Grenze nach außen.

Die Frage ist, was öffnet sich da?
Was hält dieses Strahlen unter Verschluss? Da das Strahlen von Innen kommt, kann dieser Verschluss nur in uns sein und deshalb können wohl auch nur wir ihn öffnen. Weshalb und wie verhindern wir dieses Strahlen? Ist es denn schöner ZU zu sein?

Sicherlich antworten hier viele spontan mit Nein. Doch seien wir ehrlich.
Wie oft verweigern wir uns dieses Strahlen vor allem aus Angst vor Verletzungen, vor Zurückweisung? Verletzen wir uns nicht selbst, indem wir uns begrenzen? Was hindert uns wirklich daran, unser inneres Leuchten zuzulassen? Die Angst vor der eigenen Größe?


Was genau würde es bedeuten „groß zu sein“?
Wir würden mutig voran gehen und uns verändern. Wir würden auch anderen erlauben Größe zu zeigen. Größe sich selbst gegenüber, sich seines Wertes bewusst zu sein und sich selbst Wert zu schätzen. Wir würden Eigenverantwortung übernehmen. Aussagen wie: „Du bist schuld“ wären uns fremd. Könnte es auch sein, dass wir uns nicht eingestehen wollen, etwas in uns könnte erhabener sein, wissender, wegweisend und wohlwollend uns und unserem Leben gegenüber? Das würde ja bedeuten, dass wir in ein viel Größeres eingebunden sind, als wir uns zugestehen!

Doch entscheiden wir uns für die Freude, öffnet sie Türen in den Herzen und Hoffnung entsteht.
Wir werden uns des Schönen in uns gewahr, das uns innerlich löst.
Es befreit uns aus unserer Erstarrung, unserer Angst, macht uns weiter, größer. Weite lässt Wandlung zu und deshalb lässt uns Freude tanzen und unsere Augen strahlen. Wir erinnern uns an unser inneres Licht. Hoffnung kehrt ein.

Ich stehe im Licht
ich tanze im Kreise
ich singe mit dir
ich schenke dir Freude.
Die Vögel, sie spielen das Lied uns dafür,
der Wind zupft die Harfe.
Ich tanze mit dir.
Weit spannt sich der Bogen
ins wundersame Land.
Die Welt ist in den Zauber der Farben gewoben.
Komm! Gib mir deine Hand.
(Stephanie Merges-Wimmer)


Es ist leicht, Freude zu schenken.
Sie brauchen sie nur mit-zu-teilen. Ein Mensch geht an Ihnen vorüber. Traurig, mit schleppendem, kleinen Schritt. Was verlieren Sie, wenn Sie ihm ein aufmunterndes Lächeln schenken? Sie brauchen nichts anderes zu tun, als ihn freundlich anzulächeln. Er wird verstehen, was Sie meinen und wieder etwas Mut fassen. Ein Mensch ist ihm begegnet.

Haben Sie dadurch etwas verloren? Nein! Sie haben etwas gewonnen.
Das bisschen Mut, das Sie ihm übermittelt haben, macht Sie stärker. Machen Sie es sich bewusst. Das Gefühl, das Sie schenken, ist Ihr Gefühl. Sie fühlen, was Sie geben. Sie beschenken sich also selbst. Teilen Sie Ihre schönen Gefühle mit. Geben Sie freiwillig und gern, und Sie werden frei sein.

Freude übermittelt sich jeder Zelle Ihres Körpers.
Jedes Organ profitiert davon, ihre körpereigene Schwingung wird leichter, Blockaden können sich lösen. Sie können Altes freisetzen, das, was Sie schon immer belastete. Freude lässt Ihr Herz freier schlagen. Gönnen Sie sich Freude.

Sie wissen nicht worüber Sie sich freuen sollen?
Nun, z.B. über die Tatsache, dass Sie diese Zeilen lesen, die Ihnen gerade etwas darüber erzählt, dass Sie glücklich sein können und dürfen. Oder dass die Sonne scheint und Sie irgendwo draußen sitzen können oder dass es regnet und Sie in der warmen Stube sind oder dass Sie sich nachher einen schönen Tee bereiten werden oder dass auf dem Baum eine Blaumeise ganz zutraulich zu Ihnen herüberblickt oder…

Lassen Sie Ihre Phantasie spielen.
Öffnen Sie die Augen. Sehen Sie die Schönheit dieser Welt, und Sie werden wieder Freude in Ihrem Leben haben. Teilen Sie Ihre Gedanken mit anderen. Machen Sie sie aufmerksam auf
die Farben des Regenbogens. Weit spannt er sich über das Land. Es gibt nicht nur ein oder zwei Farben (Möglichkeiten), in die Sie Ihr Leben tauchen können. Der Regenbogen hat sieben Farben. Machen Sie sich die Freude, und nutzen Sie sie alle.
Worüber freuen Sie sich? Wir freuen uns, über Ihr Feedback.

Auszug aus dem Buch „Du bist mehr, als Du denkst“
Stephanie Merges-Wimmer




Mittwoch, 14. Juni 2017

Wer auf Augenhöhe kommuniziert, gewinnt!


Ada-Sophia Luthe, Referentin der SchiLf Akademie, gibt im Experten-Interview Tipps, wie Lehrkräfte ihre kommunikative Kompetenz stärken und so sicherer und souveräner auftreten.



Lehrkräfte reden täglich mit Schülern, Eltern und Kollegen. Doch manche Gesprächssituation kommt unerwartet. Wer dabei die tatsächlichen Bedürfnisse des Gegenübers erkennt, kann einen Dialog auf Augenhöhe führen. Im Alltag ist es schwierig, die dazu nötigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu schulen. Dass solches Training hilft, weiß Ada-Sophia Luthe, Referentin der SchiLf Akademie,  aus eigener Erfahrung.

Frau Luthe, reden lernen und trainieren, das ist doch für Lehrkräfte nicht nötig, oder?

Das sollte man meinen, läuft doch Unterricht und Schule allgemein über das Reden und die Sprache. Es ist eine Basiskompetenz, die Lehrerkräfte beherrschen sollten. Nicht zuletzt, weil sie Vorbilder für die Schüler sind, die auch die Techniken der Gesprächsführung vermittelt bekommen sollen. Dennoch gibt es Unterschiede – schließlich ist Wissen vermitteln und Unterricht gestalten etwas anderes als Konfliktsituationen meistern oder ein Elterngespräch führen. Wirkungsvoll und wertschätzend Kommunizieren hilft, dass alle aus solchen Gesprächen erhobenen Hauptes herausgehen.
Reden ist also nicht gleich Reden. Wie sieht denn eine wirkungsvolle und wertschätzende Kommunikation aus? Was unterscheidet sie von guter Rhetorik?

Rhetorik ist die Redekunst, das heißt, das stilvolle und zielführende Reden mit dem Vorsatz, den oder die anderen zu überzeugen. Hier punkten Sie mit Argumenten und geschliffener Sprache. Das ist in einem Gespräch jedoch nicht immer das Entscheidende. In einem Dialog geht es nicht ausschließlich ums Überzeugen. Ganz abgesehen davon, dass in der Kommunikation eigentlich nur zwanzig bis dreißig Prozent die gesprochene Sprache ausmacht. Der Rest ist non-verbal, von Stimmlage und –tempo angefangen bis hin zu Gesten, Körperhaltung, Mimik, auch Nähe und Distanz, Gerüchen und vielem mehr.
Reicht es, sich mit solchen Details auszukennen, um einen wertschätzenden Dialog führen zu können?

Im Gespräch liegt der Fokus auf der Beziehungsebene. All diese Ausdrücke des Körpers sind ein Spiegel dessen, wie das Gegenüber gerade mit mir kommunizieren will. Oft will der andere mich von etwas überzeugen. Dann muss ich erst einmal genau hinhören, ob das tatsächlich Gesagte die Botschaft ist, oder ob nicht etwas ganz anderes dahinter liegt. Sich öffnen und Hinhören ist also wichtig.
Wie drückt sich denn Wertschätzung in Gesprächen mit ganz unterschiedlichen Personen, wie Schülern, Kollegen oder Eltern aus?

Es kommt darauf an, die Begegnung mit dem Gesprächspartner als Ganzes zu sehen. Wer sich darauf einlässt, dass das Gespräch auf Gleichwertigkeit basiert und es darum geht, sich über die Inhalte auszutauschen auf Augenhöhe, der kommuniziert wertschätzend. Das klingt jetzt ein wenig kompliziert, heißt aber nur, dass es keine übergeordnete Position des Lehrers gibt, gegen die der andere argumentieren muss. Der Lehrer kann also nicht einfach Zustimmung erwarten – genauso wenig wie das Gegenüber. Aber wer den anderen im Gespräch respektvoll behandelt, sich emphatisch in die Situation versetzen kann und andererseits achtsam und eben gleichgestellt argumentiert, wird ein gutes Gespräch führen. Das kann durchaus auch einmal im Streit passieren – nicht jedes Gespräch verläuft deswegen harmonisch. 
Ist beim Gespräch mit Eltern der Ansatz „auf Augenhöhe“ für Lehrkräfte nicht riskant?

Wichtig ist, dass Klarheit über die Rolle herrscht. Also, dass die Lehrkraft didaktisch Fachmann oder Fachfrau ist, Eltern hingegen ihre Kinder besser und anders kennen als der Lehrer. Lehrer müssen das entsprechende Selbstbewusstsein haben und ihre Kompetenzen kennen. Im Gegensatz dazu ist es nicht förderlich, Gespräche mit einem gewissen Dünkel zu führen. Dann hilft, sich bewusst zu machen, dass man nicht in Konkurrenz zu den Eltern steht, sondern letztlich gemeinsam eine Lösung finden will, die dem Kind gut tut und nützt.
Wie kann man wertschätzend und zugleich Haltung wahrend bei spontanen und oft auch konfrontativen Gesprächen agieren?

Wer angegriffen wird, hat es nicht leicht. Dennoch ist es wichtig, dann nicht in einen Machtkampf zu geraten. Hier kommt es darauf an, die professionelle Distanz zu wahren. Zum Beispiel hilft es, erst einmal zu hinterfragen, was das Anliegen des Gesprächspartners ist. Wo liegt das Problem? Oft ist das eigentliche Thema hinter dem ausgesprochenen verborgen. Manchmal ist man selber auch nur der Auslöser und gar nicht der Feind – dann kann man den Dialog wieder auf eine wertschätzende Basis zurückbringen und sich wirklich „über die Sache“ unterhalten. Auch hier gilt es, auf die Körpersprache zu achten, auch die, die man selber ausstrahlt. Wer darauf bedacht ist, Zeichen zu erkennen und zu interpretieren, der kann Gespräche wirkungsvoller und wertschätzend führen. 
Martin Buber hat es einmal so gesagt: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“
Das ist eine gute Grundlage, offen und wertfrei in Gespräche zu gehen.
Frau Luthe, vielen Dank für Ihre Einblicke!
Das Gespräch führte Susanne C. Steiger



Grundlagen für das Führen eines wertschätzenden Dialogs

·         Nehmen Sie den Gesprächspartner ernst!
·         Hören Sie auf allen Ebenen zu!
·         Filtern Sie die Botschaften: verbal, emotional und visuell!
·         Setzen Sie Ihre Sinne ein: Hören, Sehen, Spüren, Fühlen, Riechen!
·         Wahren Sie Haltung , aber lassen Sie sich auf das Thema ein!
·         Brechen Sie komplexe Themen auf einzelne Schritte herunter!
·         Schließen Sie die Selbstbeobachtung ein und achten Sie auf die Sachlichkeit Ihrer eigenen Gesprächsführung!

Körpersprache erkennen und auswerten sowie sich mit der eigenen Gesprächsführung auseinandersetzen und diese trainieren, erleichtern den Lehreralltag nachhaltig. Bei der  SchiLf Akademie bietet die zertifizierte Supervisorin und ehemalige Lehrerin für Deutsch und Geschichte Ada-Sophia Luthe schulinterne Lehrerfortbildungen zu wirkungsvoller und wertschätzender Kommunikation an

Über die SchiLf Akademie
Die SchiLf Akademie bietet direkte Lösungen und individuelle Beratung für den Schulalltag. Fachlich fundiert richten sich die Angebote an den konkreten Anforderungen der jeweiligen Schule aus und berücksichtigen dabei die Dynamik des gesamten Kollegiums. Die erfahrenen Referenten – allesamt Praktiker – wissen genau, wovon sie sprechen und schneiden ihr Fortbildungsangebot gezielt auf die jeweilige individuelle Situation zu.


Pressekontakt zu dieser Meldung
Stephanie Brey
SchiLf Akademie
Memminger Straße 6
86159 Augsburg
Tel: +49(0)821 / 599 77 99-52
E-Mail: s.brey@schilf-akademie.de

Donnerstag, 25. Mai 2017

Deutsches Internet-Institut: Berlin-Brandenburger Konsortium erhält Zuschlag


Bundesministerium für Bildung und Forschung entscheidet sich in bundesweitem Wettbewerb für den Standort Berlin


Das deutsche Internet-Institut kommt nach Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute die Entscheidung für den Standort des neuen Instituts bekannt gegeben, das als „Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen wird. Hinter dem Antrag aus Berlin und Brandenburg steht ein Konsortium von sieben Einrichtungen, die sich bei einem bundesweiten Wettbewerb gemeinsam für das Internet-Institut beworben haben. Der vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) koordinierte Verbund umfasst neben dem WZB die vier Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität der Künste Berlin und Technische Universität Berlin – sowie die Universität Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS). „Ganz im Sinne des digitalen Pioniers Joseph Weizenbaum rücken wir gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt unserer Forschung über die fortschreitende Technisierung der Welt. Es freut uns sehr, dass dieser Ansatz und die enge Zusammenarbeit vieler Berliner und Brandenburger Einrichtungen überzeugen konnten. Wir freuen uns auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forscherinnen und Forschern“, sagt Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller: „Dieser Erfolg belegt eindrucksvoll, was wir durch institutionelle Kooperation und Nutzung von Synergien und eine klare Strategie des Landes gemeinsam erreichen können. Zusammen mit dem Einstein Center Digital Future bildet das deutsche Internet-Institut einen Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Berlin.“
Der interdisziplinäre Ansatz des Berlin-Brandenburger Verbundprojekts schlägt sich in der  Zusammensetzung des Konsortiums wie auch in dessen Forschungsagenda nieder, die unter anderem wirtschafts-, sozial- und politikwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche sowie informatische und gestalterische Ansätze systematisch miteinander verknüpft. Mit dieser Struktur des „Internet-Instituts für die vernetzte Gesellschaft“ setzt sich das Konsortium ein ambitioniertes Ziel, wie Jeanette Hofmann, Professorin für Internetpolitik und Projektleiterin der Berlin-Brandenburger Bewerbung am WZB deutlich macht: „Das neue Institut wird Maßstäbe setzen. Wir wollen den grundlegenden Wandel der Gesellschaft durch die Digitalisierung begleiten und zugleich die vorhandenen Gestaltungsspielräume deutlich machen. Auf diese Weise trägt das Institut zur Stärkung der Teilhabe und der demokratischen Selbstbestimmung in der vernetzten Gesellschaft bei.“
Das Gründungsdirektorium wird von Martin Emmer, Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (FU Berlin), Ina Schieferdecker, Professorin für Quality Engineering of Open Distributed Systems (TU Berlin/Fraunhofer FOKUS) und Axel Metzger, Professor für Bürgerliches Recht und Immaterialgüterrecht (Humboldt-Universität zu Berlin), gebildet.
Der Berliner Senat stellt ein Gebäude in Berlin für das Institut zur Verfügung, die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg unterstützen die Einrichtung außerdem langfristig durch insgesamt fünf neue Professuren für die beteiligten Universitäten.
Nach einer Vorrunde waren neben Berlin auch München, Bochum, Karlsruhe und Hannover zur Vollantragstellung aufgefordert. Die Träger des neuen Instituts wollen künftig bundesweit mit allen Instituten und Hochschulen zusammenarbeiten, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, und suchen auch die Vernetzung mit Kooperationspartnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Medien. Das BMBF fördert das Institut in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro.
Mehr zum Berlin-Brandenburger Verbundprojekt:
www.vernetzung-und-gesellschaft.de

Steinmeier ist Schirmherr von Bildung & Begabung. Bundespräsident: Talentförderung ist Gewinn für gemeinsame Zukunft

Bonn/Berlin - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt die Schirmherrschaft seiner Amtsvorgänger über das bundesweite Talentförderzentrum Bildung & Begabung fort. „Alle Jugendlichen zu fördern, ihre Stärken und Talente zu entdecken, ist ein Gewinn für unsere gemeinsame Zukunft“, schrieb das Staatsoberhaupt an Bildung & Begabung-Geschäftsführerin Elke Völmicke.

„Die besondere Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund trägt zudem zu mehr Chancengerechtigkeit und damit zu einem besseren Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei“, betonte Steinmeier. In seinem Schreiben fügte der Bundespräsident hinzu: „Die Schirmherrschaft über Bildung & Begabung setze ich daher sehr gerne fort.“       
 
Über Bildung & Begabung
Bildung & Begabung ist das Talentförderzentrum des Bundes und der Länder. Wir entwickeln Modellprojekte für mehr Chancengleichheit in der Bildung. Unsere  Wettbewerbe und Akademien helfen Jugendlichen, ihre Stärken zu entdecken - unabhängig davon auf welche Schule sie gehen oder aus welcher Kultur sie stammen. Wir bringen Experten auf Fachtagungen zusammen und halten im Internet Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler bereit. Bildung & Begabung ist eine Tochter des Stifterverbandes. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz. Schirmherr ist der Bundespräsident.

Nikolaus Sedelmeier
Kommunikationsleiter
Bildung & Begabung gemeinnützige GmbH
Kortrijker Str. 1, 53177 Bonn
Tel.: (02 28) 9 59 15 - 62, Fax: (02 28) 9 59 15 - 19
E-Mail: nikolaus.sedelmeier@bildung-und-begabung.de
Internet: www.bildung-und-begabung.de


Deutschland und China wollen Kooperation in Beruflicher Bildung und Anerkennung ausbauen



Deutschland und die Volksrepublik China wollen zukünftig die Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung sowie die gegenseitige Anerkennung im Hochschulbereich weiter ausbauen und vertiefen. Die Kultusministerkonferenz (KMK) und das Bildungsministerium der Volksrepublik China (MoE) unterzeichnen deshalb in Peking eine gemeinsame Erklärung, wodurch die bisherige erfolgreiche Kooperation nachhaltig gestärkt werden soll. Außerdem nimmt der KMK-Generalsekretär Udo Michallik auf Bitten des Auswärtigen Amts sowie auf Einladung der chinesischen Regierung am „People to People“ Dialoge zu Themen Politik, Gesellschaft, Bildung, Kultur, Medien, Jugend und Sport teil.

„Deutschland und China sind als starke Wirtschaftsnationen auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Eine hochwertige Ausbildung in Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben schafft hierfür ein zukunftssicheres Fundament. Nicht nur national, sondern auch international gilt die berufliche Ausbildung in Deutschland als ein Erfolgsmodell und als Aushängeschild deutscher Bildungspolitik. Die bisherige erfolgreiche  Kooperation zwischen dem Bildungsministerium der Volksrepublik China und der Kultusministerkonferenz ist hierfür ein starkes Zeichen. Die gemeinsame Erklärung unterstreicht zudem die Stellung der Kultusministerkonferenz als zentraler Ansprechpartner für Berufliche Bildung in Deutschland und internationale Bildungszusammenarbeit“, sagte Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz.

Ausgehend von der bereits bestehenden Zusammenarbeit in der allgemeinen Schulbildung soll nun mehr auch deutschen Auszubildenden das chinesische Berufsbildungswesen sowie die wirtschaftlichen Strukturen in den Provinzen Chinas näher gebracht werden. Neben einem Sommercamp, als Initialprojekt für deutsche Auszubildende und Schülerinnen und Schüler in beruflichen Schulen, soll zukünftig der regelmäßige Austausch zwischen Schülern und Jugendlichen sowie Organisationen im Berufsbildungswesen unterstützt werden.

In der gemeinsamen Erklärung wurde auch die Erneuerung der gegenseitigen Anerkennung von Gleichwertigkeiten bei Hochschulabschlüssen von deutscher sowie chinesischer Seite bestärkt. Unter Berücksichtigung des Bologna-Prozesses in Europa und der zügigen Fortentwicklung des Hochschulwesens in China arbeiten chinesische und deutsche Experten sowie die zuständigen Ressorts auf Wunsch von KMK und MoE daran, das bilaterale Abkommen vom 9. April 2002 über die gegenseitige Anerkennung von Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich zu erneuern. Ziel ist es das Abkommen in absehbarer Zukunft unterzeichnungsreif vorzulegen.

KMK und MOE würdigen zudem die vielfältigen Aktivitäten der vergangenen Jahren, vor allem die Kooperationen im Rahmen der gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse, der Initiative Schulen-Partner der Zukunft (PASCH) sowie des Chinesisch-Deutschen Jahrs für Schüler- und Jugendaustausch 2016.


Torsten Heil
Pressesprecher / Press Officer
Leiter der Pressestelle

Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pressestelle
Taubenstr. 10
10117 Berlin

Tel. +49 (0) 30 25418-462
Fax +49 (0) 30 25418-455
Mobil +49 (0) 1721392120

Mittwoch, 24. Mai 2017

Wenn Körner in Röhren steigen: Physiker erklären Kapillareffekt bei Granulaten



Ein internationales Team von Physikern hat den Mechanismus hinter dem Kapillareffekt bei Granulaten entdeckt. Der Effekt bezeichnet das Ansteigen von Sand und anderen Granulaten in einer Röhre, wenn sie geschüttelt wird. Weitere Forschungen könnten vielversprechende Anwendungen im Transportbereich ermöglichen.

Wenn man eine Röhre in ein Gefäß mit Flüssigkeit steckt, steigt das Wasser in der Röhre empor. Man nennt das den Kapillareffekt. Er ist für viele natürliche und technische Vorgänge verantwortlich: Bäume werden durch ihn mit Wasser versorgt, Füllfederhalter mit Tinte und Schwämme mit Spülmittel. Was passiert aber, wenn man die Röhre nicht in ein Gefäß mit einer Flüssigkeit, sondern mit einem Granulat, wie zum Beispiel Sand steckt? Nichts – es sei denn, man rüttelt das Gefäß oder das Rohr auf und ab, dann steigt das Granulat plötzlich auch an. Bisher war unbekannt, warum das so ist.

Dr. Eric J. R. Parteli vom Department Geowissenschaften der Uni Köln, Professor Dr. Fengxian Fan von der University of Shanghai for Science and Technology und Professor Dr. Thorsten Pöschel von der Universität Erlangen-Nürnberg erklären in ihrem Aufsatz „Origin of Granular Capillarity Revealed by Particle-Based Simulations“ im Journal Physical Review Letters, wieso das so ist.
Die Kapillarität bei Flüssigkeiten entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedener molekularer Kräfte: Die Anziehungskräfte zwischen den Molekülen in der Flüssigkeit halten diese zusammen während die Anziehungskräfte zwischen diesen Molekülen und der Röhre die Flüssigkeitssäule nach oben treibt.
Bei Granulaten wie Sand kann man eigentlich keinen Kapillareffekt erwarten, denn die Sandkörner sind so viel größer als die Moleküle aus denen sie bestehen, dass zwischenmolekulare Kräfte im Vergleich zur Schwerkraft und Trägheit der Sandkörner vernachlässigt werden können.

Erstaunlicherweise kann man dieses nicht erwartete Phänomen der Kapillarität bei einem Granulat aber trotzdem beobachten, wenn man im Labor das Gefäß mit dem Sand einer kleinen vertikalen Vibration aussetzt, wobei die Vibration eine Amplitude von wenigen Korndurchmessern hat und die Frequenz wenige Hertz beträgt. Der Ursprung dieses Kapillareffekts war lange Zeit unbekannt und wurde erst jetzt durch die Forschergruppe erklärt.
Die Autoren der Studie untersuchten die Frage des Verhaltens der einzelnen Körner mit Hilfe einer teilchenbasierten Simulationsmethode, die Diskrete-Elemente-Methode genannt wird.

Dabei werden die Newtonschen Gleichungen für die Rotations- und Translationsbewegungen jedes einzelnen Korns im System unter Berücksichtigung aller auf die Partikel einwirkenden Kräfte, wie zum Beispiel Kollisionskräfte durch andere Körner oder die Röhrenwände, numerisch gelöst. Mit Hilfe eines solchen numerischen Experiments können die Wissenschaftler sämtliche Bewegungsbahnen und Geschwindigkeiten aller Körner bestimmen, auch jener Körner, die tief im Granulat stecken und die ansonsten schwer im Labor zu beobachten wären.

Die Wissenschaftler beobachteten in den Simulationen, dass eine Strömungsbewegung im Granulat innerhalb des Gefäßes, die granularen Materialien unter vertikaler Vibration zu eigen ist, den für den  
Aufstieg des Sandes in der Röhre verantwortlichen Mechanismus darstellt. Die Strömung verursacht einen Massentransport in horizontaler Richtung im vibrierenden Granulat, der einen Aufwärtsdruck auf die Basis der Sandsäule in der Röhre führt, weshalb sie ansteigt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Geschwindigkeit und Höhe des Anstiegs von der Größe der Röhre abhängt. Die Simulationen zeigten, dass der Höchstpunkt des Anstiegs sich umgekehrt proportional zum Rohrdurchmesser verhält. Das gilt genauso bei Kapillarität von Flüssigkeiten, obwohl die Naturkräfte, die sie bewirken unterschiedliche sind.
Die Physiker konnten in ihrem numerischen Experiment auch zeigen, dass derselbe Kapillareffekt erzeugt werden kann, wenn man die Röhre anstatt das Gefäß schüttelt, was vielversprechende Anwendungen im Transportbereich verheißt. So könnte man Granulate aus sehr großen Behältern durch Rohre pumpen, nur indem man die Rohre in Vibration versetzt. Die Forscher wollen nun den Vorgang noch genauer untersuchen, um den Effekt der System- und Partikelgeometrie zu verstehen.

Link:
https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.118.218001


Inhaltlicher Kontakt:  
Dr. Eric Parteli
Tel.: +49 221 470 7480
E-Mail: eric.parteli@uni-koeln.de

Abt. Presse und Kommunikation
Robert Hahn
Tel.: +49 221 470 2396
E-Mail: r.hahn@verw.uni-koeln.de


Bildungsgerechtigkeit für die Länder des Globalen Südens! Für dieses Ziel gehen die CHANCEN eG und L’appel Deutschland e.V. eine strategische Partnerschaft ein


Quelle: Universität Witten/Herdecke


Hochschulbildung überall auf der Welt benötigt ein neues Finanzierungsmodell, um sich selbst zu tragen: eine Lösung, die fair ist, sozial verantwortlich und ethisch – vor allem aber ein Modell, das für alle gleichermaßen zugänglich ist. Ein solches Modell, genannt Umgekehrter Generationenvertrag (UGV), hat in den letzten 20 Jahren Studierende der Universität Witten/Herdecke (UW/H) bei der Finanzierung ihrer akademischen Ausbildung unterstützt. Dieses Konzept soll nun in Länder des Globalen Südens übertragen werden. Dafür bilden zwei von Studierenden der Uni Witten/Herdecke gegründete Organisationen eine strategische Partnerschaft: der gemeinnützige Verein L’appel Deutschland und die CHANCEN Genossenschaft. Gemeinsam mit Juniorprofessorin Dr. Magdalene Silberberger forscht derzeit ein dreiköpfiges Team, bestehend aus den UW/H-Studierenden Batya Blankers, Bartholomäus Peisl und Jakob Skatulla, in Ruanda und Südafrika, um konkrete Strategien zur Übertragung zu entwickeln sowie die potentielle Wirkung zu bemessen. Der Beginn der Umsetzung soll bei gutem Verlauf unmittelbar anschließen.

Wie funktioniert der RGC?
Das Kürzel „RGC“ leitet sich von der englischen Übersetzung des UGV, „Reverse Generational Contract“, ab. Die Studiengebühren werden zunächst nicht von den Studierenden, sondern aus einem Fonds bezahlt, der durch eine Organisation verwaltet wird. Sobald die Studierenden ihren Abschluss erhalten haben und berufstätig sind, leisten sie Rückzahlungen, die sich prozentual an ihrem Einkommen bemessen. In dem Modell gibt es weder Zinsen noch eine fixe Darlehenssumme: Wer mehr verdient zahlt mehr zurück und trägt damit diejenigen mit, die aufgrund eines geringeren Einkommens weniger zurückzahlen. Voraussetzung für die Rückzahlung ist ein Einkommen, das über einem existenzsichernden Mindesteinkommen liegt. Ohne ein Einkommen fallen keine Zahlungen an. Das Modell des UGV hat sich als erfolgreich erwiesen und gezeigt, dass auch ethische Lösungen finanziell nachhaltig sein können.

„Zugang zu Bildung ist sowohl für die individuelle als auch die gesellschaftliche Entwicklung entscheidend“, sagt Florian Kollewijn, Vorstandsmitglied der CHANCEN eG. „Der UGV ermöglicht jungen Leuten, finanzielle Hürden beim Zugang zu Bildung zu überwinden. Das Modell ist werteorientiert, es unterstützt persönliche Freiheit und Autonomie und erweitert mögliche Chancen im Leben. Gemeinsam mit L’appel analysieren wir den Wirkungshorizont des Modells, hinterfragen dabei stets, ob wir tatsächlich einen positiven Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten und treiben gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung des Modells voran. Nur wenn beides, gesellschaftliche Wirkung und wirtschaftliche Tragfähigkeit, zusammenkommen, können wir nachhaltige soziale Veränderungen erreichen.”

L’appel Deutschland e.V. und die CHANCEN eG haben sich zusammengetan, um das nachhaltige und sozialverträgliche Finanzierungsmodell auf den afrikanischen Kontinent auszudehnen. Die CHANCEN eG verfügt über ausgewiesene Erfahrung bei der nachhaltigen Finanzierung von Bildung. L’appel ist eine Nichtregierungsorganisation mit Felderfahrung bei der Implementierung eines UGV-ähnlichen Modells in Sierra Leone. Beide wurden an der UW/H gegründet, teilen ähnliche Werte und dieselben Visionen. Das Forschungsteam ist sich einig: „Bildung ist das mächtigste Instrument für soziale Transformation von innen heraus. Insbesondere im internationalen Setting bietet sich mit dem RGC eine völlig neue Perspektive für länderübergreifende Solidarität und eine Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaften und unserer gemeinsamen Welt zu leisten.“ In einem ersten Schritt analysieren die beiden Organisationen, wie genau der RGC im Globalen Süden eingeführt werden kann. Das derzeitige Modell des UGV muss an die lokalen Umstände und Bedürfnisse angepasst werden. Es gilt, die großen Wachstums- und Entwicklungschancen trotz der im Vergleich zu Deutschland instabileren institutionellen Strukturen zu nutzen.

Die Feldforschung findet von März bis September 2017 in Südafrika und Ruanda in Zusammenarbeit mit der Professur für Development Economics der UW/H statt. Südafrika und Ruanda sind zwei Länder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen im Bereich der Wirtschaft, Bildung, Beschäftigung und Politik. Die Auswahl dieser Länder basierte auf einer strengen und umfangreichen Potenzialanalyse. „Anhand der Gegenüberstellung eines Landes mit niedrigen Einkommen und einem der oberen Mittelklasse möchten wir die spezifischen regionalen Charakteristika herausarbeiten und so das Wirkungspotenzial diversifizieren“, so das Team. „Es ist ein Grundpfeiler der Philosophie der UW/H, dass Wissenschaft betrieben wird, um eine echte Wirkung zu entfalten und um als Katalysator für positive Veränderung zu dienen. Genau darum geht es bei diesem Projekt“, erläutert Prof. Dr. Magdalene Silberberger ihre Motivation, das Projekt zu unterstützen.

Weitere Informationen:
- zu L’appel Deutschland: http://lappel.de/
- zur Chancen EG: https://chancen-eg.de/


Kontakt: Batya Blankers, blankers@chancen-eg.de oder +49 23022894630


Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Donnerstag, 11. Mai 2017

125 Jahre Meeresforschung Helgoland: Biologische Anstalt Helgoland am Alfred-Wegener-Institut lädt zum Tag der offenen Tür ein


Gruppenaufnahme mit den Meeresbiologen Dr. Anton Dohrn, Dr. R. Greef,Prof. Dr. Ernst Haeckel, Dr. Salverde und Dr. Pietro Marchi auf Helgoland 1865 (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Archiv für deutsche Polarforschung)



Vor 125 Jahren wurde die Königliche Biologische Anstalt auf Helgoland gegründet und die Meeresforschung hat seitdem einen festen Platz auf der Insel. Daraus entstand später die Biologische Anstalt Helgoland (BAH), die 1998 Teil des Alfred-Wegener-Instituts wurde. Generationen von Wissenschaftlern forschen auf Helgoland sowie seit 1924 in der BAH-Zweigstelle in List auf Sylt über die Ökologie der Küsten- und Schelfmeersysteme. Die Forschung auf Helgoland und Sylt nimmt mit ihrer langen Tradition und gleichzeitig zukunftsweisenden Ausrichtung einen führenden Platz in der europäischen Meeresforschung ein. Anlässlich des Jubiläums lädt die BAH am Alfred-Wegener-Institut zu einem Tag der offenen Tür ein. Besucher können am 19. Mai auf Helgoland und am 20. Mai auf Sylt exklusiv die Forscher und ihre Arbeit kennenlernen.

Das 19. Jahrhundert war eine Blütezeit der Meeresforschung. Charles Darwin und Ernst Haeckel weckten mit ihren Untersuchungen an bis dahin weitgehend unbeachteten Meeresorganismen das Interesse von Forschern für das Leben im Meer. Wissenschaftler entwickelten außerdem zahlreiche neue Methoden und Instrumente, um die Meere und Küsten zu erkunden. Laborarbeiten auf dem Festland und vereinzelte Expeditionen reichten Meeresforschern schließlich nicht mehr aus, um notwendige Daten zu gewinnen.

1892 wurde deshalb die Königliche Biologische Anstalt auf Helgoland gegründet, um fortan als Basis für Meereswissenschaftler aus Deutschland und der Welt zu dienen. Im Jahr 1924 wurde außerdem für die Forschung im Wattenmeer auf Sylt eine Zweigstelle eingerichtet, aus der später die Wattenmeerstation hervorging. Seit 1998 gehört die BAH zum Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Zum 125. Jubiläum der Meeresforschung auf Helgoland wird es für geladene Gäste am 19. Mai 2017 eine offizielle Festveranstaltung im Aquariumsgebäude geben. In diesem Rahmen wird auch mit einer Vorschau zum BLUEHOUSE-HELGOLAND über die geplante Ausstellung im ehemaligen Aquarium informiert. Am 20. Mai wird es außerdem einen Festakt auf Sylt geben, bei dem auch der „Lister Austernpfad“ mit Informationen zur Forschung und Geschichte der nordfriesischen Austern eröffnet wird.

Dass Helgoland und Sylt für die Meeresforschung von großer Bedeutung sind, zeigte sich bereits vor der Gründung der Forschungsstationen. Renommierte Wissenschaftler verbrachten im 19. Jahrhundert viel Zeit auf den Inseln und etablierten sie so als Forschungsstandorte. Der Naturphilosoph und Meeresbiologe Johannes Müller etwa gilt als Begründer der Planktonforschung auf Helgoland. Die Nordseeinsel mitten in der Deutschen Bucht bot ihm dafür die besten Voraussetzungen. Das Felswatt und die über 35 Quadratkilometer große unterseeische Felslandschaft Helgolands beherbergen die reichste marine Tier- und Pflanzenwelt der deutschen Küste. Der Zoologe Karl Möbius prägte durch seine Forschung an Sylter Austernbänken um 1870 das wegweisende Konzept der ökologischen „Lebensgemeinschaft“. Möbius formulierte auf dieser Basis erste Naturschutzgedanken und machte Vorschläge für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Viele weitere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen folgten und brachten neue Erkenntnisse über die Ökologie der Küsten- und Schelfmeersysteme.

Doch erst mit der Gründung einer wissenschaftlichen Station konnte die Meeresbiologie mit engem Bezug zur Nordsee und ihrer Küstengebiete deutlich vorangetrieben werden. Hervorzuheben sind dabei die einzigartigen Langzeit-Datenreihen zur Meeresforschung. 1962 etwa hat die tägliche Beprobung des Nordseewassers begonnen. Auch wenn es damals noch niemand ahnte: In den folgenden Jahrzehnten entstand mit der Messreihe „Helgoland Reede“ ein Datenschatz, der es Wissenschaftlern erlaubt, Klimaveränderungen und menschliche Eingriffe in der Nordsee genauer zu analysieren.

Diese Mission ist bis heute gültig. Wichtige Fragestellungen, die die Meeresforscher auf Helgoland bearbeiten, betreffen unter anderem die Folgen von menschlichen Eingriffen in das Ökosystem der Nordsee, die Auswirkungen von Temperatur- und Nährstoffänderungen sowie die Folgen von Plastikverschmutzung.

An beiden Inselstandorten arbeiten derzeit rund 100 Wissenschaftler und Servicemitarbeiter. Hinzu kommen traditionell zahlreiche Gastforscherinnen aus dem In- und Ausland, die dort Feldarbeiten und Laborversuche durchführen. Im „Centre of Excellence in Observational Oceanography“ – einem Gemeinschaftsprojekt mit der Nippon-Foundation und der Partnership for Observation of the Global Oceans – werden seit 2013 außerdem jedes Jahr auf Helgoland und Sylt Stipendiaten aus Schwellen- und Entwicklungsländern in der interdisziplinären Ozeanografie ausgebildet.

Tag der offenen Tür und Open Ship
Was passiert mit Plastikmüll im Meer? Wie funktioniert die weltweit längste Plankton-Daueruntersuchung? Und was machen eigentlich Forschungstaucher? Anlässlich des Jubiläums lädt die BAH am Alfred-Wegener-Institut zu einem Tag der offenen Tür ein. Besucher können am 19. Mai exklusiv die Forscher der BAH und ihre Arbeit kennenlernen. Kinder lernen während einer Rallye Spannendes über die Meeresforschung. Die Besucher erfahren unter anderem, wie sich die Methoden der Planktonbestimmung im Laufe der Zeit entwickelt haben und können selbst Plankton bestimmen. Sie erfahren außerdem, wie sich Plastik nach einigen Jahren im Wasser verändert und können auch hierzu Proben untersuchen. Im Tauchzentrum lernen die Besucher Methoden und Verfahren des wissenschaftlichen Tauchens kennen. In interaktiven Mitmach-Aktionen können sie nachempfinden, wie facettenreich die Arbeit unter Wasser sein kann und was es bedeutet unter erschwerten Bedingungen – wie zum Beispiel schlechte Sicht und niedrige Temperaturen – mit entsprechender Ausrüstung Messtechnik zu installieren.

Außerdem öffnet das Forschungsschiff Heincke an diesem Tag seine Luken für die Besucher. Mit einer Länge von fast 55 Metern ist die Heincke das zweitgrößte Schiff in der AWI-Flotte. An gut 250 Tagen im Jahr ist das Schiff auf See und bietet bis zu zwölf Wissenschaftlern einen Platz zum Leben und Arbeiten. Die Einsatzgebiete der Heincke sind die Nordsee und der Nordatlantik. Besucher können sich auf dem Forschungsschiff umschauen und die Brücke, die Kammern, die Labore sowie das Arbeitsdeck kennenlernen. In den Laboren werden Wissenschaftler die Methoden der Meeresforschung von früher und heute erläutern.


Tag der offenen Tür AWI Helgoland im Überblick

Wann: 19.05.2017, 14:00 bis 18:00 Uhr

Wo und Was: AWI Helgoland, Gebäude im Südhafen
Ökolabor, Ostkaje 1118 - Vorträge, Laborbesichtigungen, Führungen, Schülerlabor, Materialversand

Werkstattgebäude am Ökolabor - Wissenschaftliche Werkstätten, Vorstellung der Industriemechaniker-Ausbildung, Führungen durch die Haustechnik (um 14:30 und 16:30 Uhr)

Tauchzentrum (Am Binnenhafen 1117) – Wissenschaftliches Arbeiten unter Wasser

Die Forschungsschiffe Heincke und Uthörn liegen im Südhafen – Achtung: Open Ship nur 14:30 bis 17:30 Uhr


Tag der offenen Tür AWI Sylt im Überblick

Wann: 20.05.2017, 14:00 bis 18:00 Uhr

Wo und Was:  AWI Sylt, Wattenmeerstation (Hafenstraße 43
25992 List) –  15 Stationen in den Labor- und Kursräumen zum Besichtigen und Experimentieren; Vorträge im großen Seminarraum; Vorstellung der Mesokosmenanlage und des „Lister Austernpfad“ auf dem Außengelände, Führungen

Das Forschungsschiff MYA II kann im Lister Hafen besichtigt werden.

Das komplette Programm zu den beiden Veranstaltungen sowie Informationen zur Anreise nach Helgoland und Sylt finden Sie unter: https://www.awi.de/125jahrehelgoland.html




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